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Uganda

UGANDA, the pearl of africa, (die Perle Afrikas) üppige grüne Vegetation, die pulsierende Hauptstadt Kampala eine artenreiche Tierwelt natürlich nicht zu vergessen die Mountaingorillas im Gebiet der Virunga-Vulkane und dem Bwindi-Wald. Aber wo steht das Land wirklich heute nach den langen Diktaturen und Bürgerkriegen? Hier gibts mehr Infos über UGANDA

Am 26.12.2007 landete ich mit Kenya Airways von Nairobi kommend auf dem Flughafen Entebbe in Uganda. Es war um die Mittagszeit und ein wenig regnerisch aber wie auch in Kenia warm und schwül. Dieser Airport war so etwas von sauber und modern für afrikanische Verhältnisse, ich konnte es fast nicht glauben. Aber man erzählte mir später, das dieser Um- und Neubau für den Besuch der englischen Königin zum Commonworld-Treffen verschiedener afrikanischer Nationen im November 2007 vorangetrieben wurde.Leider hatte das auch zur Folge das das Land eine enorme Teuerung erfahren musste. Der Benzinpreis z.B. wurde fast verdoppelt. Wie überall in Afrika konnten die Afrikaner über ein seperates Gate einreisen. Alle Mzungus (Weißen) erhielten Ihr Visum gegen Zahlung von 50 $ an einem anderen Gate, und bei der Passkontrolle war man völlig mit dem buchstabieren des Namen überfordert. Ich Depp hatte nur 50 Euro im Gepäck, meine Frage nach dem Restgeld belächelte der Bedienstete nur und sagte er könne nicht wechseln. Ich dachte ok, dann hat der wenigstens heute was verdient. Endlich draussen angekommen wurde ich von einem Mitglied der Uganda Community erwartet und ab gings mit seinem Auto in Richtung Kampala. Das erste was mir im Gegensatz zu Kenia auffiel war die üppige grüne Vegetation und die Sauberkeit der Strassen. Erst später sah ich die vielen Frauen mit gebeugtem Rücken und einem Rutenbesen die Strassen fegen. Aber sie taten diesen Job mit einer Leidenschaft, nur glaube ich, dass sie diesen nicht lange durchhalten können. Manche waren ja wenigstens so schlau und verbanden sich Mund und Nase um nicht ganz soviel Staub zu schlucken. In Kampala angekommen erlebte ich eine quirlige Großstadt mit etlichen Wolkenkratzern und Verkehr wie auf der Avus in Berlin. Und unübersehbar die vielen Boda Boda (Mopeds) mit denen man ratz fatz an jedem Wunschort ist. Eine Fahrt kann ich nur empfehlen, auch wenn es nicht ganz ungefährlich ist so Slalom durch die Autostaus. Aber ich sagte immer meinen Drivern “make pole pole” ich habs nicht so eilig. Das andere Verkehrsmittel ist das Taxi ( Matatu). Kleinbusse der Marke Nissan, nur, entgegen Kenia wartet man dort am Busbahnhof so lange bis der Karren voll ist. Hat auch den Vorteil, dass nicht alle paar Meter zugeladen wird. Aber es ist trotzdem eine geniale Idee der Fortbewegung für die Menschen in Afrika.

Berggorilla

Nashorn im Tierpark

Lion in Entebbe

Lake Victoria

Kampala Town

 

Transbort mit Boda Boda

Kampala Uganda

Marktplatz Bunga

Boda Boda ohne Motor

Kampala City

Markt in Bunga

Etwas shopping und eine kleine Stadtrundfahrt landete ich dann in einem von meinem Freund empfohlenden Hotel. Es war etwas abseits von Kampala schöne Anlage mit Bar aber es entsprach absolut nicht meinen finanziellen Vorstellungen. Aber es ist ja wie so immer in Afrika. Jeder macht ein bißchen Business. Nach der ersten Nacht ging ich selber auf die Pirsch und fand das Cosna Palma Inn mit, man höre und staune fließend warm Wasser, Sauna und netter kleiner Bar. Nach kurzem Feilschen bekam ich das DZ für 15 € die Nacht und das war dann ok. Die nächsten Tage verbrachte ich mit Reisen in die nähere Umgebung. Aber es bot sich mir immer das gleiche Bild. Gerade in den ländlichen Gebieten ist die Armut für uns Europäer so deprimierend. Dazu kommen die riesigen Kinderscharen und man sieht die Folgen der Diktatur täglich dort vor Augen. Ehemalige Kindersoldaten und auch AIDS sind die großen Themen der Bevölkerung. Aber man sieht es gelassen und lacht in den Tag. Auf jeden Fall waren meine Süssigkeiten schnell aufgebraucht. Leider auch meine Batterien der Camera.

Suppenhühner lebend

Hühnershop

Afrikanische Küche, aber lecker

Pension Cosna

Pension Cosna

Victoriasee, es ist natürlich ein absolutes Muss in Uganda die Quelle des weissen Nils zu besuchen und so stieg auch ich ins Matatu und ab gings nach Jinja. Ca. 1 Stunde Fahrzeit und wie schon gesagt ohne große Zwischenstopps, kamen wir mit etwas geschundenen Knochen in der Mittagszeit in Jinja an. Es war recht heiss an diesem Tag und in der Stadt entsprechend wenig los auf den Strassen. Nach einer Erfrischung gings dann natürlich sofort weiter zu den Bujagali Wasserfällen. Es bot sich mir ein herrlicher Ausblick auf ein Stück Natur, wie ich es lang nicht gesehen hatte. Natürlich blieben die unvermeidlichen Händler nicht aus und versuchten mir so ziemlich alles aufzuschwätzen. Auch gab es Möglichkeiten, mit kleinen Booten direkt an die Wasserfälle zu schippern oder für ganz Mutige mit einem Raftingboot die Wasserfälle herunter zu fahren. Anschließend wollte ich natürlich an die wirkliche Quelle des größten Flusses Afrikas. Aber dies war eher unspektakulär, ein großes Schild gab ein paar Informationen und ein Restaurant lud zum Ausruhen ein. Interessant waren aber ein paar Folkloregruppen die im Schatten dösten. Sahen diese aber einen Weißen, sprangen sie auf und vollführten ihren Rambazamba mit einer Leidenschaft, das man unwillkürlich stehen blieb. Von meinen Begleitern erfuhr ich später, warum der Victoriasee zum bedrohten See des Jahres 2005 erklärt wurde. In den 1960ern wollte man die Fischindustrie forcieren und man siedelte den Nilbarsch (uns eher als Victoriabarsch bekannt) an. Durch seine schnelle Vermehrung wurde zwar das Ziel erreicht, mehr Fisch zu produzieren aber durch diesen Räuber wurden hunderte Buntbarscharten ausgerottet. Ein weiteres Probelm ist die nicht natürlich vorkommende Wasserhyazinthe, die weite Flächen heute überwuchert. Man spricht von etwa 90% der ugandischen Küste sind mit dieser Pflanze überwuchert.

Nilquelle bei Jinja

Victoriasee bei Entebbe

rote Erde grüne Vegetation

Nilquelle

Lake Victoria

Buschland in Uganda

Tinas Shop

Small one

Wahrzeichen Ugandas

Downtown Kampala

Uganda bietet natürlich eine Vielzahl an Nationalparks. Die bekanntesten sind der Queen Elizabeth Nationalpark, der Murchison Falls Nationalpark und der Rwenzori Mountain Nationalpark. Und natürlich der Bwindi Impenetrable National Park wo man auf die seltenen Berggorillas trifft. Im Kibale Wald ist aufgrund des Artenreichtums von Affen das Primatenreservat angelegt. Auch ein Besuch im Tierpark von Entebbe ist zu empfehlen, und natürlich zahlen die Touristen weitaus höhere Eintritte wie Einheimische. Die Preise variieren je nach Aufenthaltsdauer zwischen 10 -25 US Dollar. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, da bei meinen Besuchen immer ein Guide mit im Preis enthalten war. Natürlich gibt man bei Zufriedenheit auch ein paar Schillinge Trinkgeld. Uganda ist noch immer ein Geheimtipp für Safaritouristen, aber aufgrund der jüngsten politischen Unruhen und den damit verbundenen Rückgang des Tourismus in Kenia bekommt das Land nun hier seine Chance. Allerdings muss da im Servicebereich noch viel passieren. Ich habe erlebt, dass es einfacher im Hotel ist, die Zigarettenkippen vom Boden aufzulesen als einen Aschenbecher zu bringen. Und abgesehen von den Schnellfoodrestaurants Wartezeiten auf das Essen von einer Stunde sind keine Seltenheit. Und das ist natürlich kein Anreiz für europäische Touristen. Da ist noch viel zu erledigen um den Standard von Kenia zu erreichen. Angenehm für mich war, dass die Prostitution in Uganda noch nicht die Ausmasse von Kenia hat. Man konnte also auch als Alleinreisender mal in Ruhe sein Bier trinken ohne laufend angequatscht zu werden. Aber leider ist die Arbeitslosigkeit wie fast überall in Afrika sehr hoch, sodass sich das bei entsprechendem Tourismus auch schnell ändern kann. Momentan gibt es noch keine Direktflüge von Deutschland nach Uganda. Man kann mit KLM über Amsterdam reisen oder über Nairobi (Kenia). Zum Geldwechseln findet man in Kampala zahlreiche Wechselstuben aber jede bietet einen anderen Kurs, also auch da lohnt sich, nicht gleich beim ersten Händler zu wechseln. VISA Card ist in Kampala kein Problem. Nur mit einer Mastercard findet man fast keine Möglichkeit an Bargeld zu kommen. Bei nur einer Barclaybank konnte ich bares bekommen und das mit 25 € Gebühr. Und mit allzu viel Bargeld in der Tasche Downtown empfehle ich nicht rumzulaufen. Armut macht erfinderisch im Gedränge der Leute. Erwähnenswert noch folgendes. Wegen der Wahlen und den Unruhen im Dezember 2007 in Kenia kamen fast alle Versorgungsfahrten von Mombasa nach Uganda zum Erliegen. Man sah es am ehesten an den Warteschlangen an den Tankstellen und den Preisen von teilweise über 2 €.

 

Freisitz

Lobby

Schwimmbad

Abseits der staubigen Strassen Kampalas möchte ich diesen Platz hier unbedingt erwähnen. Ich war überrascht von soviel Know-How und Luxus an diesem Ort, da sich ja meine Reisen ausschließlich auf den Busch ausdehnen. Bei Roompreisen von 200 $ bis 650 $ für die Presidentensuite kann man auch nichts sagen. Vor allem die Lage am Victoriasee ist natürlich traumhaft und so manche Party steigt outside. Das Hotel ist mit hypermodernen Kommunikationsmitteln ausgestattet, ein riesiger Conferenzsaal mit Video und Dolbysurround runden das ganze ab. Das Hotel liegt etwa 12 km vom Zentrum Kampalas entfernt und bietet mit seiner Ausstattung einen Ort für alle, die europäische Verhältnisse und Luxus in Afrika nicht missen wollen. Das ich fast 20 min auf ein kaltes Bier warten mußte, lag wahrscheinlich an den Vorbereitungen für eine indische Hochzeit, wo alles Personal zusammengetrommelt wurde. Letzter prominentester Gast war im November 2007 die englische Königin zum Commonwealth Treffen der afrikanischen Staaten.

Restaurant

Vorbereitung zur Party

Schwimmbad

Hotelschild Westside

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